in BERLIN

20./21. Juni 2016
10.30 – 18 Uhr

Heinrich Böll Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin

Presse

Heinrich Böll Stiftung,
20. Juni 2016
Eröffnungsrede der Kiewer Gespräche 2016: Die Ukraine braucht eine europäische Perspektive!

Blog von Liliya Usik,
20. Juni 2016
12. Jahreskonferenz der Kiewer Gespräche „Neu gegen Alt: Die Ukraine im Wandel“

Neu gegen Alt: Die Ukraine im Wandel

Die zwölften „Kiewer Gespräche“ fanden am 20./21. Juni 2016 in Heinrich Böll Stiftung in Berlin zum Thema: „Neu gegen Alt: Die Ukraine im Wandel“ statt.

Programm

An der zwölften Jahreskonferenz der „Kiewer Gespräche“ nahmen u.a. Rebecca Harms, MdEP, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Gernot Erler, MdB, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen PartnerschaftMarieluise BeckSprecherin für Osteuropapolitik, Bündnis 90 /Die Grünen, Johannes Regenbrecht, Leiter, Arbeitsstab Ukraine, Auswärtiges Amt, Berlin, Dominik Papenheim, Vertreter der EU-Delegation Kiew, verantwortlich für U-LEAD, Hilfsprogramm zur Dezentralisierung in der Ukraine, Alexander Hug, Stellvertretender Leiter-Beobachter der OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine, Serhij Leschchenko, Abgeordneter der Werkhowna Rada der Ukraine, Journalist, Ukraine, Karl Schlögel, Osteuropahistoriker und Publizist, Oleksandr Solontai, Mitbegründer der neuen Partei "Syla Lyudey", Peter Wagner, Vorsitzender, Support Group for Ukraine (SGUA), Europäische Kommission, Brüssel.

Die Konferenz behandelte Themen, wie die Transformation des politischen Systems in der Ukraine, der Ukraine-Diskurs in Deutschland nach dem Euromaidan, Defizite und Erfolge der Reformen in der Ukraine, Dezentralisierungsreform und Lage in den besetzten und befreiten Gebieten vom Donbass.

Die Konferenz fand in Zusammenarbeit mit der der Heinrich-Böll-Stiftung, der Konrad Adenauer Stiftung,  der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit, der International Renaissance Foundation, der Greens/EFA Group im Europäischen Parlament sowie mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts statt.

 

ReferentInnen

Gabriele Baumann

Studierte slawische Philologie und osteuropäische Geschichte an Universitäten in Berlin, Moskau, Wien und München und erwarb 1987 den Magisterabschluss. Zwischen 1987 und 2000 arbeitete sie als Übersetzerin, Dolmetscherin und Projektmanagerin für verschiedene Unternehmen und sammelte hierbei mehrjährige Auslandserfahrung in Belarus, Russland, Usbekistan und Indonesien. Zur Konrad-Adenauer-Stiftung kam sie erstmals im Jahre 1994. Von 2000 bis 2005 leitete Frau Baumann das KAS-Auslandsbüro in Sankt Petersburg und wurde Regionalbeauftragte der Stiftung für den Nordwesten Russlands. Es folgten Tätigkeiten in der Berliner Zentrale der Konrad-Adenauer-Stiftung zunächst als Referatsleiterin für Mittel- und Osteuropa (2005-2008) und anschließend als Abteilungsleiterin der Inlandsprogramme (2008-2012). Seit Juni 2012 ist Gabriele Baumann Leiterin des KAS-Auslandsbüros in der Ukraine.

Marieluise Beck

Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Mitglied der GRÜNEN seit 1980. Sprecherin der ersten grünen Fraktion im Deutschen Bundestag, gemeinsam mit Petra Kelly und Otto Schily. Seit 1983 Mitglied des Deutschen Bundestages – mit Unterbrechungen u.a. als Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und Sprecherin des grünen Landesverbandes Bremen. Für die rot-grünen Bundesregierung 1998-2005 Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration und ab 2002 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit 2005 Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Arbeitsschwerpunkte als Außenpolitikerin: Länder Ost- und Südosteuropas. Sprecherin für Osteuropapolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (Fraktion "Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa" (ALDE)).Stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Vorsitzende der Deutsch-Bosnischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags.

Ivonne Julitta Bollow

Ist Leiterin Eastern Europe & International Affairs im Bereich Corporate Public Policy der METRO GROUP in Düsseldorf. Vor ihrem Eintritt ins Unternehmen 2013 war sie persönliche Referentin des ehemaligen Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung der NATO, Karl A. Lamers, MdB. Zuvor arbeitete sie im Auswärtigen Amt als Referentin für den damaligen Koordinator für deutsch-russische zwischengesellschaftliche Beziehungen, MdB Andreas Schockenhoff. Von 2008 bis 2010 war sie Gastlektorin für Internationale Beziehungen an der Uraler Staatlichen Universität Jekaterinburg im Rahmen des Lektorenprogramms der Robert-Bosch-Stiftung. Weitere berufliche Stationen umfassen die Delegation der Europäischen Kommission in Kasachstan sowie die Fakultät für Internationale Politik an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Ivonne Bollow studierte Politikwissenschaften und Osteuropastudien an der Universität Hamburg. Sie ist Mitglied im Vorstand des Deutsch-Ukrainischen Forums.

Yevhen Bystrytsky

ist Exekutivdirektor der International Renaissance Foundation. Bystrytsky studierte an der philosophischen Fakultät der Schewtschenko-Universität und wurde im Fach Philosophie habilitiert. Er arbeitete als Dozent bei Alma Mater sowie an der Kiew-Mohyla-Akademie. Von 1993 bis 1998 war er Chefredakteur der Zeitschrift „Politische Meinung“ und Präsident der Philosophischen Stiftung der Ukraine.  Seit 1998 ist er der Exekutivdirektor der Internationalen Renaissance-Stiftung. Er ist Autor und Mitverfasser zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten und Artikel zu philosophischen und politikwissenschaftlichen Themen.

Denys Denyshchenko

Mitglied des Stadtrats von Rubizhne. Studierte in Luhansk an der Nationalen Schwtschenko Universität Psychologie. Danach arbeitete im Finanzamt und auch in der Wirtschaft. Ab 2005 fing er an sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Im Jahr 2009 wurde er Mitarbeiter eines Abgeordneten des Luhansker Stadtrates. Im Jahr 2011 gründete er das Informationsportal tribun.com.ua. Ab 2014 arbeitete er als Berater bei zwei Gouverneuren der Luhansker Oblast.

Gernot Erler

MdB, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den OSZE-Vorsitz, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Länder der Östlichen Partnerschaft, Von November 2005 bis Oktober 2009: Staatsminister im Auswärtigen Amt. Von 2002 bis 2006 (März): Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit. Vorsitzender der Deutsch-Bulgarische Parlamentariergruppe und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages. Von Oktober 2009 bis Dezember 2013 war Erler Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1998 bis 2005 war er Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion (Außen-, Verteidigungs-, Entwicklungspolitik, Menschenrechte). Nach dem Abitur 1963 in Berlin absolvierte Erler ein Studium der Geschichte, der Slawischen Sprachen und der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, das er 1967 mit dem Staatsexamen für das Lehramt beendete. Von 1968 bis 1969 arbeitete er als Verlagsredakteur und war anschließend bis 1979 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg tätig. Von 1980 bis 1987 arbeitete er dann als Verlagsleiter in Freiburg.

Gabriele Freitag

leitet die Geschäftsstelle der DGO seit 2014. Zuvor war sie unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, als Programmbereichsleiterin der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und als Geschäftsführerin der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies an der Freien Universität Berlin tätig.

Ralf Fücks

1951 in Edenkoben (Pfalz) geboren, studierte Sozialwissenschaft, Ökonomie und Geschichte in Heidelberg und Bremen. Parallel engagierte er sich in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition. Nach dem Studium arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen und als Dozent in der Erwachsenenbildung. Für die Zeitschrift "Moderne Zeiten", die er 1980 mitgründete, war er als Redakteur tätig. 1982 schloss sich Fücks den GRÜNEN an, wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter ihrer Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft und von 1985 bis 1989 selbst Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender. 1989/90 wurde er als Co-Vorsitzender in den Bundesvorstand der GRÜNEN gewählt. 1991 kehrte er in die Bremer Politik zurück und wurde Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie zweiter Bürgermeister in der Bremer "Ampelkoalition", der ersten Koalition von Grünen, SPD und FDP in der Bundesrepublik. Seit 1996 leitet Ralf Fücks in Doppelspitze die Heinrich-Böll-Stiftung, seit 2002 gemeinsam mit Barbara Unmüßig. Er ist verantwortlich für die Inlandsarbeit der Stiftung sowie für Außen- und Sicherheitspolitik, Europa und Nordamerika. Außerdem betreut er das Studienwerk, die "Grüne Akademie", einen ‚think tank‘ von Wissenschaftlern und Politikern, sowie das Archiv "Grünes Gedächtnis", ein zeitgeschichtliches Archiv der Grünen und der neuen sozialen Bewegungen. Ralf Fücks publiziert in den großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, in internationalen politischen Zeitschriften sowie im Internet zum Themenkreis Ökologie-Ökonomie, Politische Strategie, Europa und Internationale Politik. Im Februar 2013 erschien sein Buch „Intelligent Wachsen – Die grüne Revolution“ im Hanser Verlag.

Rebeca Harms

ist Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament. Der Kampf gegen die Atomenergie hat das Leben von Rebecca Harms geprägt: 1977 war die gelernte Gärtnerin dabei, als die Bürgerinitiative gegen das atomare Entsorgungszentrum Gorleben gegründet wurde. Viele Jahre war sie im Vorstand dieser Initiative. 1984 wurde sie im Europäischen Parlament Assistentin ihrer Freundin aus dem Wendland, Undine von Blottnitz. Mit Undine entdeckte sie Europa und die Grünen. 1994 forderten die Grünen sie auf, für den niedersächsischen Landtag zu kandidieren, 1998 wurde sie dort zur Fraktionsvorsitzenden gewählt. Seit 1998 ist sie außerdem Mitglied des Bundesparteirats von Bündnis 90/Die Grünen. 2004 wurde sie ins Europäische Parlament gewählt. Seit 2009 ist Rebecca Harms Vorsitzende der Fraktion die Grünen/EFA im Europäischen Parlament und damit Mitglied der Konferenz der Präsidenten. Als Fraktionsvorsitzende beschäftigt sie sich thematisch mit allen wichtigen aktuellen Fragen zur Europapolitik, derzeit speziell mit der Eurokrise. Außerdem arbeitet sie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit und im Ausschuss für Fischerei. Die Themen, mit denen sie sich dort vor allem beschäftigt, sind Energiepolitik, Forschungsforschung, Atompolitik, Klimaschutz, Umwelt- und Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Fischereipolitik. Zudem ist sie Mitglied der Delegation im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Ukraine.

Yevhen Hlibovytskyy

Mitglied der Nestor-Gruppe, welche sich mit der Vision und Strategie für die Entwicklung der Ukraine bis zum Jahr 2025 beschäftigt. Studierte in der Ukraine und den USA Politikwissenschaften, und arbeitet jetzt unter anderem als Dozent in der Kiewer Mohyla Business School als Dozent. Im Jahr 2007 gründete er das Beratungsunternehmen pro.mova, welches sich auf die Erarbeitung von Strategien und Marketing für NGOs, internationale Organisationen, Unternehmen und Politik spezialisiert. In der Vergangenheit arbeitete Yevhen Hlibovytskyy in der Medienbranche. Zu seiner Karriere zählen nationale und internationale Fernsehsender, Radio und Zeitungen, wie z.B. 1+1, CBS, BBC, Ukrainian Weekly und Echo Moskuas.

Alexander Hug

Jurist, Stellvertretender Leiter der OSZE Spezialbeobachter Mission in der Ukraine (OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine). Die Mission hat drei Hauptaufgaben: die Sicherheitslage vor Ort zu beobachten und die 57 OSZE Teilnehmer-Staaten und die Öffentlichkeit darüber zu unterrichten, Dialog zwischen den verschiedenen Seiten zu ermöglichen, und die Umsetzung der Menschenrechte zu fördern. Damit soll die Mission dazu beitragen, die Spannungen in der Ukraine zu verringern und die Stärkung von Frieden und Sicherheit zu unterstützen. Hug ist verantwortlich für die operationelle Umsetzung dieser Aufgaben und leitet zurzeit über 800 Missionsangehörige, von denen sich zwei Drittel im Konfliktgebiet im Osten der Ukraine im Einsatz befinden. Hug ist ebenfalls verantwortlich für das Beobachten und Verifizieren der Minsker Vereinbarungen und koordiniert zusammen mit dem Missionsleiter (Chief Monitor) die Arbeitsgruppe Sicherheit im Rahmen der Trilateralen Kontaktgruppe in Minsk (OSZE, Ukraine, Russland). Hug ist in Kiew stationiert und bereist regelmäßig das Konfliktgebiet im Osten der Ukraine. Dort verhandelt er lokale Waffenstillstände, die Freilassung von Geiseln (inklusive seiner Mitarbeiter) und auch den Zugang zum von Rebellen kontrollierten Gebiet für die Mission und andere. In diesem Rahmen war Hug der Einsatzleiter vor Ort kurz nach dem Absturz der Malaysischen Boeing MH17 im Konfliktgebiet im July 2014.

Wilfried Jilge

ist Osteuropahistoriker und Lehrbeauftragter an den Universitäten Leipzig und Basel. Er studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Volkswirtschaft in Mainz. Seit September 2001 ist Wilfried Jilge als wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas“ (GWZO) an der Universität Leipzig tätig. Dort betreut er im Rahmen des GWZO-Projekts „Visuelle und historische Kulturen Ostmitteleuropas im Prozess staatlicher und gesellschaftlicher Modernisierung seit 1918“ (Leiter: Prof. Dr. Stefan Troebst), ein Vorhaben zur Staatssymbolik, Nationsbildung und Erinnerungskultur in der Ukraine im 20. Jahrhundert. Wilfried Jilge hat mehrere Jahre in der Ukraine gelebt und geforscht. Er ist seit 2005 Mitglied des Steuerungskomitees der deutsch-ukrainischen Initiative „Kiewer Gespräche“ und war von 2006 bis 2009 Jury-Mitglied der deutsch-ukrainisch-polnischen-belarussischen Programminitiative „Partnerschaft für gesellschaftliche Initiativen: Deutschland – Polen – Ukraine/Belarus’“, die von der Robert Bosch-Stiftung, der Stefan Bathory-Stiftung und der Pauci-Stiftung getragen wird. Seit 2016 ist Wilfried Jilge Programmmitarbeiter des Robert Bosch-Zentrums für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Taras Kachka

Stellvertretender Exekutivdirektor bei der International Renaissance Foundation. Unabhängiger Experte zum Thema der Europäischen Integration und internationalen Handelsrechts. Studierte Recht und Public Administration in der Ukraine und Polen. Arbeitete früher in mehreren ukrainischen Ministerien, wie z.B. Agrar- oder Justizministerium. Arbeitete unter anderem als Berater für wirtschaftliche und staatliche Strukturen, besonders bezüglich Schlichtung von Konflikten. Er agierte als Mitglied der ukrainischen Delegation bei den Verhandlungen des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU. Außerdem war er Geschäftsführer des Ukrainischen Krisen Media Zentrum. Er ist seit 2014 Vize Präsident der Strategieabteilung der Amerikanischen Handelskammer in der Ukraine.

Walter Kaufmann

1966, M.A., Studium der Osteuropäischen Geschichte und slawischen Literaturen in Tübingen, Berlin und Wolgograd. Seit 1995 arbeitet er bei der Heinrich-Böll-Stiftung. 2002 -2008 Leiter des Südkaukasus-Regionalbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Tiflis, Georgien. Derzeit ist Kaufmann Leiter der Abteilung für Ost- und Südosteuropa und Kaukasus mit Sitz in Berlin. Ausgewählte Publikationen:

Der weite Weg zur "Zivilgesellschaft", in: Kaukasus. Aus Politik und Zeitgeschichte 13, 2009, S. 12-18 (www.bpb.de/publikationen/WMQMS3,0,Der_weite_Weg_zur_Zivilgesellschaft.html); Ethnonationalismus und State Building: Der Fall von Georgien und Abchasien; in: Heinrich-Böll-Stiftung;
Die Rolle von Nichtregierungsorganisationen bei der Bearbeitung von Konflikten im Südkaukasus, in: Ansgar Klein, Silke Roth (Hg.); Nichtstaatliche Organisationen im Spannungsfeld von Krisenprävention und Sicherheitspolitik, Wiesbaden 2007, S. 299-314. Diaspora, Öl und Rosen. Zur innenpolitischen Entwicklung in Armenien, Aserbaidschan und Georgien (Hg.), Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2004

Miriam Kosmehl

ist Projekt- und Büroleiterin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kiew, Volljuristin mit Zweitem Staatsexamen des Landgerichts Düsseldorf und Erstem Staatsexamen der Universität Freiburg im Breisgau. Sie hat zudem einen Mastergrad in Rechtswissenschaften (LL.M.) für Völkerrecht und Internationales Wirtschaftsrecht der Universität Utrecht in den Niederlanden.Kosmehl arbeitete als Projektleiterin und Gutachterin für die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) auf dem Gebiet Rechts- und Justizreform. Berufserfahrung in Transformationsländern erwarb sie sich außerdem als Direktionsassistentin bei der Deutschen Bank Moskau und als Referentin für Rechtsstaatlichkeit im Warschauer Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE.

Serhii Leschenko

Journalist, Publizist und Politiker. Er wurde im Jahr 2014 ins ukrainische Parlament gewählt und ist Mitglied des Antikorruptions-Ausschusses. Von 2000 bis 2014 arbeitete er für die größte ukrainische Internetzeitung „Ukrajinska Prawda“ und spezialisierte sich auf investigativen Journalismus in Bereichen Korruption und Politik. Er setzte sich in den Jahren auch für politische Kampagnen ein, wie z.B. „Stop Censoriship!“  oder „Chesno“, welche mehr Transparenz im Parlament forderten. Für sein Engagement und die journalistische Arbeit wurde Serhii Leschenko auch mehrfach ausgezeichnet, z.B. im Jahr 2011 als bester Journalist in den Ländern der Östlichen Partnerschaften. Er erhielt außerdem im Jahr 2013 den Presse Preis der norwegischen Fritt Ord Stiftung und der deutschen ZEIT Stiftung. In Jahren 2013-2014 war er Reagan-Fascell Fellow im National Endowment for Democracy und wurde später 2014 mit dem NDI´s Democracy Preis ausgezeichnet. Serhii ist Autor von zwei Büchern: „The American Saga of Pavlo Lazarenko“ und „Mezhygirya Syndrom of Viktor Yanukovych“. Beide behandeln die korrupten Machenschaften des früheren Premierministers Pavlo Lazarenko und des ehemaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Seit 2015 unterrichtet Serhij Leschtschenko Journalismus an der Ukrainisch Katholischen Universität in Lviv.

Oleksii Matsuka

Seit 2014 Moderator der wöchentlichen Sendung „Donbass Realii“ (dt. Donbass Realitäten) bei Radio Free Europe / Radio Liberty. Von 2000 bis 2008 studierte er an der Donezk Nationalen Universität, unter anderem Politikwissenschaften. Von 2003 bis 2014 war er Chefredakteur bei der Nachrichtenagentur „News of Donbas“. Seit 2004 ist er Vorstandsvorsitzender der NGO „Donetsk Insitute of Information“. Für seine journalistische Arbeit wurde Oleksii Matsuka 2014 von der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ zu den 100 „Informations-Heroes“ gezählt. Desweiteren gewann er 2014 den „International Press Freedom Award (IPFA)“ von der „Canadian Journalists for Free Expression (CJFE)“.

Olexandra Matviichuk

Vorsitzende der NGO “Zentrum für Bürgerfreiheiten”, die sich für Förderung der Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte in der Ukraine und postsowjetischen Staaten einsetzt. Mitglied in mehreren Arbeitsgruppen, die an Gesetzentwürfen arbeiten, mit dem Ziel, die ukrainischen Gesetze im Bereich der Menschenrechte mit den internationalen Verpflichtungen der Ukraine in Einklang zu bringen. Mitglieds eines Beratungsgremiums beim Beauftragten der Werchowna Rada für Menschenrechte. Olexandra Matwijtschuk hat mehrere Beiträge zu Fragen der Menschenrechte veröffentlicht. Sie ist Mitautorin des Jahresberichts über politische Verfolgungen der Zivilgesellschaft in der Ukraine. Sie koordiniert die Bürgerinitiative Euromajdan-SOS, die nach der brutalen Auflösung der friedlichen Demonstration auf dem Majdan der Unabhängigkeit am 30. November 2013 gegründet wurde. Während des Euromajdans waren die freiwilligen Helfer der Initiative rund um die Uhr im Einsatz, um Rechtsberatung und andere Hilfe für die verfolgten Protestteilnehmer im ganzen Land zu leisten. Heute setzt Euromajdan-SOS seine Arbeit fort, indem die Initiative Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen auf der Krim und im Osten der Ukraine dokumentiert.

Maksym Nefodov

Stellv. Wirtschaftsminister der Ukraine seit 2015. Ko-Initiator von „ProZorro“, einem Onlinesystem zu Durchführung von staatlichen Einkäufen. Studierte von 1999 bis 2005 Volkswirtschaftslehre an der Kiewer Nationalen Schewtschenko Universität, welche er mit Auszeichnung abschloss. Von 2004 bis 2006 arbeitete er als Analyst für Fusion und Übernahmen bei „Golden Gate Business“. Von 2006 bis 2010 arbeitete bei dem Investmentfond „Dragon Capital“, unter anderem in Positionen als Vizepräsident und Direktor für Investmentbanking. War außerdem seit 2010 Geschäftsführer des ukrainischen Büros des Fonds „Icon Private Equity“.

Igor Novosad

Studierte an der Kiewer Nationalen Universität für Bauwesen und Architektur. Von 1986 bis 1989 war aktiv in einer Jugendorganisation in Tschervonograd. Von 1989 bis 1991 studierte nochmal in Kiew am Institut für Politikwissenschaft und Sozialmanagement. Seit 1991 in der Wirtschaft in verschiedenen Bereichen tätig. Im Jahr 2014 ist er der Partei “Hromadjanska positzia” (dt. Bürgerliche Position) beigetreten und ist seit April 2015 Mitglied des Verwaltungsrates der Partei. Wurde im Mai 2016 zum Vorsitzenden der Kiewer Abteilung der Partei gewählt.

Dominik Papenheim

Sektor-Manager - Regionale und lokale Entwicklung / Dezentralisierung, Delegation der Europäischen Union in der Ukraine (Kiew). 2005-2009: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Kultur- und Regionalgeographie, Universität Trier. 2004-2005 Stipendiat des Carlo-Schmid-Programms, International Labour Organisation, Genf. 2003-2004 Studium „Master of European Studies“, Eberhard Karls Universität Tübingen. 1997- 2003 Studium der Geographie, Politik- und Rechtswissenschaft, Philipps-Universitat Marburg und Staatliche Lomonossow Universität Moskau. 1996-1997 Friedensdienstleistender, Sozialzentrum der katholischen Gemeinde Heilige Familie, Kaliningrad.

Frank Paul

Berater bei der Unterstützungsgruppe der Europäischen Kommission für die Ukraine und Leiter der Abteilung Justiz und Inneres (einschließlich Anti-Korruption). Zuvor war er Leiter der Task Force für Irreguläre Migration, Generaldirektion für Innere Angelegenheiten der Europäischen Kommission. Zudem leitete Dr. Frank Paul verschiedene Einheiten, die sich mit Aspekten von Schengen und den damit verbundenen Fragen beschäftigten. Kommend aus dem Juristischen Dienst der Kommission, trat er im Jahr 1998 schließlich in die "Start-up" Task Force Justiz und Inneres des Generalsekretariats der Europäischen Kommission. Dr. Paul verfügt sowohl über einen sprachlichen, wie auch einen rechtlichen Hintergrund und promovierte in Rechtswissenschaften an der Universität Passau (Deutschland) im Jahr 1993.

Andrii Portnov

Historiker, absolvierte einen M.A. in Geschichte an der Universität in Dnipro und einen M.A. in Kulturwissenschaften an der Universität in Warschau. Promovierte im Jahr 2005 an dem Ivan Krypiakevych Institut für ukrainische Studien. Ist der Initiator der Berlin-Brandenburg Ukraine Initiative, Gast des Rektors am Wissenschaftskolleg zu Berlin und ein ständiges Mitglied des Forums für Transregionale Studien. Andrii Portnov spezialisiert sich auf Geistesgeschichte, Geschichtsschreibung, Genozid und Gedächtnisstudien in Ost- und Mitteleuropa. Seit 2012 ist er an der Humboldt-Universität zu Berlin als Gastdozent tätig. Er ist Mitgründer und Mitherausgeber des ukrainischen intellektuellen Web-Portals www.historians.in.ua. In den Jahren 2007-2011 arbeitete er auch als Gasprofessor an den Universitäten in Cambridge, Helsinki und Vilnius sowie im Zentrum für Holocaust and Genocide Studies in Amsterdam und dem Centre d'études des mondes russe, caucasien et centre-européen (CERCEC ) in Paris. Von 2006 bis 2010 war er Chefredakteur der Fachzeitschrift "Ukraina Moderna". 

Johannes Regenbrecht

studierte Geschichte und Romanistik an der Universität Bonn. 1987 Eintritt ins Auswärtige Amt. 1989-1992 Botschaft Mexiko. 1992-1995 Botschaft Minsk (Ständiger Vertreter, Referent für Pr, Wi, Ku). 1995-1997      Auswärtiges Amt Bonn (Referat Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit RUS, UKR, BLR). 1997-2000 Botschaft Beirut, Ständiger Vertreter. 2000-2001 Auswärtiges Amt Berlin, Stv. Leiter des Referats "Internationale Konferenzen". 2001-2003 Auswärtiges Amt, Stv. Leiter des Referats Afrika/Grundsatzfragen und Südliches Afrika. 2003-2004 United Nations Mission in Kosovo, Deputy Political Director, Office of the SRSG. 2004-2007 Botschaft Kiew, Ständiger Vertreter/Leiter des Politik-Referats. 2007-2010 Auswärtiges Amt, Leiter des Referats Zentralasien und Südlicher Kaukasus. 2010-2014 Botschaft Seoul, Gesandter/Ständiger Vertreter. Ab Mai 2014 – Auswärtiges Amt, Ukraine-Beauftragter und Leiter des Arbeitsstab Ukraine.

Stefanie Schiffer

ist seit 2006 Geschäftsführerin der „Europäischen Austausch gGmbH“ in Berlin. Sie ist Vorstandsmitglied im Verein „Menschenrechte in Belarus e.V.“ und Mitglied der Heinrich-Böll-Stiftung. Schiffer war von 1992 bis 1995 Direktorin des „Deutsch-Russischen Austausch e.V.“ (DRA) in St. Petersburg und von 1997 bis 2006 Geschäftsführerin des „Deutsch-Russischen Austausch e.V.“ in Berlin. Schiffer studierte Slawistik und Geschichte in Tübingen und München.

Dieter Schimanke

Professor Dr., war Professor für Verwaltungswissenschaft in Hamburg (1981 bis 1989), Senatsdirektor in Hamburg (1990 bis 1994) und Staatssekretär in Sachsen-Anhalt (1994 bis 2002). Er berät Regierungen und Verwaltungen in Osteuropa bei der Modernisierung und bei den Reformen der öffentlichen Verwaltung. Seit 2006 ist er in der Ukraine für die GIZ tätig. Er vertritt Deutschland in den Gremien des Internationalen Instituts für Verwaltungswissenschaften (IIAS), Brüssel, und ist Vorsitzender der Gesellschaft für Programmforschung (GfP).

Karl Schlögel

Professor Emeritus, ist ein deutscher Osteuropahistoriker und Publizist, mit den Arbeitsschwerpunkten Geschichte der russischen Moderne und des Stalinismus, Russische Diaspora und Dissidentenbewegung, Kulturgeschichte osteuropäischer Städte, theoretische Probleme historischer Narration. 1990 erhielt Schlögel den Ruf auf die neugegründete Professur für Osteuropäische Geschichte an der Universität Konstanz und 1995 übernahm er die Professur für Osteuropäische Geschichte an der 1991 neu gegründeten Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2013 blieb. Zu Schlögels Lehr- und Forschungstätigkeit gehörten zahlreiche Fellowships und Forschungsaufenthalte: in Leningrad 1987 (DFG), in den USA 1986, 1988 (German Marshall Fund), ein Habilitationsstipendium 1989 (DFG), Senior Fellow am Collegium Budapest 2000/2001, Visiting Fellow am St Antony’s College Oxford 2002, Stipendiat am Historischen Kolleg in München 2005/2006, Fellow am Swedish Collegium for Advanced Social Studies (SCASS) in Uppsala 2006/2007, Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin 2010/2011, Stipendiat der Carl Friedrich von Siemens Stiftung München 2013/2014, Senior Fellow des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften (IFK) Wien 2015. 

Oleksandr Solontay

Seit 2007 Experte und Dozent des Instituts für politische Bildung. Mitbegründer des Vereins und politischer Organisation "Syla Lyudey" (dt. Kraft der Menschen). In den Jahren 2001-2003 war Moderator verschiedener Programme im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Westen der Ukraine. Arbeitete im Jahr 2005 als Programmmanager in der International Renaissance Foundation im Bereich Förderung der Zivilgesellschaft in Wahlprozessen. In den Jahren 2005-2006 arbeitete Oleksandr Solontay ehrenamtlich als Berater bei einem Abgeordneten des ukrainischen Parlaments. 2002 wurde er als Abgeordneter in den Stadtrat in Uzhgorod gewählt, diese Position hielt er bis 2006 inne. Im Jahr 2006 wurde Oleksandr in die Oblasna Rada (vergleichbar mit Landtag) gewählt und arbeitete bis 2010 in dieser Institution. Des Weiteren ist er Autor, Koautor und Redakteur mehrerer Bücher und Publikationen zum Thema Lokalregierungen und Zivilgesellschaft.

Peter Wagner

Leiter der Unterstützungsgruppe für die Ukraine bei der Europäischen Kommission und Direktor in der Generaldirektion für Nachbarschafts- und Erweiterungsverhandlungen. Vor dieser Zeit war er als Berater für die neu geschaffene Task Force der Kommission für Griechenland (TFGR) (2011-15), Referatsleiter für Verteidigung, Luft- und Schiffbauindustrie (2010-11), Referatsleiter in der Generaldirektion Unternehmen und Industrie, wo er für die allgemeine politische Koordinierung, die Beziehungen mit den Mitgliedstaaten und dem Rat sowie die Wettbewerbsfähigkeit und innovatives Rahmenprogramm (2005-10) Verantwortung trug, zuständig. Zuvor arbeitete Wagner als Journalist und Redakteur für mehrere deutsche Zeitungen. Er ist Autor und Herausgeber von vier Büchern und vielen Artikeln zu Themenbereichen, wie internationale Politik, Außenpolitik und Industriepolitik der EU. Er hat einen M.A. und einen Ph.D. in Politikwissenschaft, Geschichte und Psychologie an der Universität Freiburg.

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