Berlin

22./23. September 2014

Konrad-Adenauer-Stiftung,
Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin

Pressespiegel

 
Konrad-Adenauer-Stiftung 25.09.2014
 
 
Deutsche Welle/ Німецька Хвиля 23.09.2014
 
 
Deutsche Beratergruppe/ German Advisory Group
Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT
 
EUROPE.NEWSRU.UA 23.09.2014
 
 
Portal Liberal 6.10.2014
 
 
Kiewer Gespräche 23.09.2014
 
 
Deutsche Welle (Ukrainian) 27.09.2014

Die Ukraine in Zeiten der existenziellen Krise: Wege zur politischen und ökonomischen Erneuerung

 

Die zehnten „Kiewer Gespräche“ fanden am 22./23. September 2014 in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin zum Thema: „Die Ukraine in Zeiten der existenziellen Krise: Wege zur politischen und ökonomischen Erneuerung“ statt.

Programm

An der zehnten Jahreskonferenz der „Kiewer Gespräche“nahmen u.a. Rebecca Harms, MdEP, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Olga Bielkova, Abgeordnete der Werkhowna Rada der Ukraine, Partei "UDAR", Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlaments, EVP, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Igor Burakowskij, Institut für Wirtschaftsforschung und Politikberatung, Kiew, Oleksij Khmara, Transparency International Ukraine, Dmytro Gnap, Hromadske.tv, Kiew, Ricardo Giucci, Deutsche Beratergruppe bei der Regierung der Ukraine, Valeriy Kokot, Industrie- und Handelskammer der Ukraine, Berater des Präsidenten für Südosteuropa; Experte für Unternehmensentwicklung, Mustafa Najem, Journalist, Ukrainska Pravda und Zurab Alasaniia, Generaldirektor der Nationalen Fernsehgesellschaft der Ukraine teil.

Die Konferenz befasste sich mit der Problematik der wirtschaftlichen Stabilisierung der Ukraine in Zeiten der existentiellen Krise und behandelt u.a. Themen, wie Energiesicherheit, ökonomische Transformation und regionale Dezentralisierung, KMU-Entwicklung in den Regionen, freie Medien sowie die vertiefte Freihandelszone mit der Europäischen Union.

Ziel der Konferenz war es, Wege aus der bestehenden wirtschaftlichen und politischen Krise in der Ukraine zu identifizieren.

Die Konferenz fand mit der Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Internationalen Renaissance Stiftung, der Grünen/EFA Fraktion im Europäischen Parlament statt.

ReferentInnen

Zurab Alasaniia

ist ukrainischer Journalist, Medienmanager,Generaldirektor der Nationalen Fernsehgesellschaft der Ukraine und einer der Gründer vom Hromadske.TV („Bürger.TV“). 2006 hat Alasania die Agentur "Mediaport" und die Wochenzeitung «Mediapost» gegründet.Im Juli 2005 wurde er zum Direktor des Charkiwer Regionalen Staatsfernsehens ernannt und arbeitete dort fast fünf Jahre bis Juni 2010.

Tobias Baumann

ist Referatsleiter Osteuropa und Zentralasien beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Er studierte an der Freien Universität Berlin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und an der Staatlichen Lomonossow-Universität in Moskau. Von 1995 bis 1999 arbeitete er im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), von 1999 bis 2008 in der Europäischen Akademie Berlin und seit 2008 beim DIHK. Seit 2004 ist er als Kurzzeit-Wahlbeobachter für die OSZE in Albanien, Belarus, Kirgisistan, Russland und der Ukraine tätig.

 

Olga Bielkova

ist ukrainische Politikerin, Abgeordnete der Werkhowna Rada, Partei "UDAR". Sie hat ihren Master in Public Administration an der Harvard Kennedy School of Government im Jahre 2011 abgeschlossen. Außerdem hat sie auch ein Diplom der Rechtswissenschaften von der Kiewer Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität (2001) und ein Master in Wirtschaftswissenschaften von der Staatlichen Technischen Universität in Tscherkassy (1997). Sie ist Mitglied des Bank- und Finanzausschusses der Werchowna Rada der Ukraine, die Vorsitzende des Unterausschusses für das Funktionieren der Zahlungssysteme und E-Commerce, und ein Mitglied der Sonderkommission für Privatisierung. Davor war Olga Bielkova Managing Partner von EastLabs, Direktorin für internationale Projekte und Mitglied der Steuerungsgruppe von der Victor Pinchuk-Stiftung. Olga Bielkova führte Projekte für die Integration der Ukraine in die Weltgemeinschaft durch, war verantwortlich für die Verteilung der internationalen Grant-Mitteln, arbeitete eng mit namhaften internationalen Organisationen zusammen. Sie koordinierte das Privatprojekt WorldWideStudies, das Stipendien für die Masterstudiengänge führender Universitäten an talentierte junge Ukrainer vergibt.

Elmar Brok

der deutsche CDU-Politiker ist seit 2012 Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments und wurde 2014 wiedergewählt. Dieses Amt hatte er bereits von 1999 bis 2007 inne.  Er ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für konstitutionelle Angelegenheiten und stellvertretendes Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Bundestages. Seit der Europawahl 2009 war Elmar Brok außenpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und Mitglied des EVP-Fraktionsvorstandes. Elmar Brok war Vorsitzender der interparlamentarischen Delegation zum US-Kongress und er ist Vorsitzender der Lenkungsgruppe („Steering Committee“) des „Transatlantic Legislators' Dialogue“. Seit 2012 ist Elmar Brok Mitglied der EP-Delegation zur Volksrepublik China. Von 1999 bis 2008 war er Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten,Menschenrechte, Gemeinsame Sicherheit und Verteidigungspolitik. Der CDU-Politiker war als Vertreter des Europäischen Parlaments beteiligt an den Regierungskonferenzen zur Überprüfung des Vertrags von Maastricht (1994/1995), zum Vertrag von Amsterdam (1996/1997), zum Vertrag von Nizza (2000), zum EU-Verfassungsvertrag (2003/2004) sowie zum Vertrag von Lissabon (2007). 2001 bis 2002 war Brok Vorsitzender der EVP-Gruppe im Konvent für die Verfassung der Europäischen Union. Von 1999 bis 2007 war Brok Hauptberichterstatter für die Erweiterungder Europäischen Union. Brok ist Mitglied des CDU-Bundesvorstandes und Vorsitzender des CDU-Bundesfachausschusses Außen-Sicherheits- und Europapolitik. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. Brok ist Mitglied der Europa-Union-Parlamentariergruppe im Europäischen Parlament und Mitglied der Parlamentarischen Arbeitsgruppe der Initiative ASoul for Europe.

Yevhen Bystrytsky

ist Exekutivdirektor der International Renaissance Foundation. Bystrytsky studierte an der philosophischen Fakultät der Schewtschenko-Universität und wurde im Fach Philosophie habilitiert. Er arbeitete als Dozent bei Alma Mater sowie an der Kiew-Mohyla-Akademie. Von 1993 bis 1998 war er Chefredakteur der Zeitschrift „Politische Meinung“ und Präsident der Philosophischen Stiftung der Ukraine.  Seit 1998 ist er der Exekutivdirektor der Internationalen Renaissance-Stiftung. Er ist Autor und Mitverfasser zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten und Artikel zu philosophischen und politikwissenschaftlichen Themen.

Igor Burakovskyi

ist ukrainischer Wirtschaftswissenschaftler, besitzt einen PhD in Wirtschaftswissenschafter und ist Professor am Lehrstuhl für ökonomische Theorie an der Nationalen Kyiv-Mohyla-Universität. Seine weiteren Funktionen: Vorsitzender und Direktor des Instituts für Wirtschaftsforschung und Politikberatung, Mitglied des Editorial Board der Zeitschrift "Politisches Denken", Vorsitzender der International Renaissance Foundation, Mitglied der Amerikanischen Assoziation der Komparativen Wirtschaftlichen Studien, leitender Experte des Projektes „Gesellschaftliche Überwachung der Implementierung des EU-Ukraine Assoziierungsabkommens. Von 1991-1992 studierte Herr Burakowskyi an der Universität Birmingham (UK), 1994-1995 am Japanischen Institut für Internationale Beziehungen (Tokio, Japan). 1997 erhielt er ein Fulbright-Stipendium und studierte an der Stanford Universität (USA). Im Jahr 1998 verteidigte er seine Doktorarbeit zum Thema „Internationaler Handel und wirtschaftliche Entwicklung der Transformationsländer (theoretische und methodische Analyse der Beziehung)“. Von 1999 bis 2001 arbeitete er als leitender Wirtschaftsexperte am Institut "Ost-West". Igor Burakovskyi ist Autor und Co-Autor von mehr als 50 wissenschaftlichen Arbeiten über internationale Wirtschaft, Handelspolitik, Wirtschaftsreformen in Transformationsländern und Integrationsprozessen. Er beteiligte sich an internationalen Forschungsprojekten.

Maksym Cherkasenko

ist stellvertretender Vorsitzender der Partei "Demokratische Allianz" und Partner bei Arzinger seit 2008. Derzeit leitet er die Abteilung für Gesellschaftsrecht und M&A sowie die Branchenabteilung für Energie. Cherkasenko hat weitreichende Erfahrungen in der rechtlichen Begleitung von Projekten der Unternehmensrestrukturierung, M&A-Projekten, Privatisierung sowie in der Begleitung von Insolvenz- und Sanierungsverfahren. Er bekleidete führende Positionen in großen Unternehmen, unter anderem bei der Kapitalanlagegesellschaft KINTO und der Mineralölgesellschaft TNK-BP, wo er die Abteilung für Gesellschaftsrecht und Eigentumsfragen leitete. Cherkasenko war maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung des Systems der Unternehmensführung und der Neuausrichtung der Geschäfte von TNK-BP in der Ukraine beteiligt, leitete die Reorganisation dieses Unternehmens in der Ukraine, beriet zu Fragen der Privatisierung einer Reihe von großen Unternehmen des Energiesektors und begleitete die Sanierungs- und Insolvenzverfahren bei der offenen Aktiengesellschaft „LiNOS“. Zudem arbeitete er bei Projekten zum Erwerb von Tankstellen und Öllagern mit, unter anderem beim Erwerb des Tankstellen- und Öllagernetzes „Gepard“.

Liubomyr Chornii

ist Leiter des Zentrums für öffentliche Expertisen, Experte für Finanzgesetzgebung, Ordnungspolitik, regionale Wirtschaft und Investment-Management, Sozialpolitik, Entwicklungspolitik der regionalen Wirtschaft und regionalen Behörden. Er studierte an der Karpaten Nationalen Universität und am Raul Walinberg Institut sowie an der Lund Universität in Schweden. Von 1996 bis 2001 war er Vorsitzender des Komitees  der Wähler in der Ukraine in der Iwano-Frankiwsk-Region. Von 2000 bis 2002 leitete er die NGO „Open Society“ in Ivano-Frankivsk. und koordinierte von 2010 bis 2012 das internationale Projekt für technische Hilfe "Capacity Building für die wirtschaftliche Entwicklung der Planungsregionen und Städten in der Ukraine“. Seit 2007 arbeitet er am Zentrum für öffentliche Expertisen als Senior Rechtsexperte in der Kiewer Filiale von Transtec.

 

Vladimir Dubrovskiy

ist Senior Wirtschaftsexperte (spezialisiert sich auf die institutionellen, politischen, wirtschaftlichen und mikroökonomischen Probleme der Ukraine und anderer postsowjetischer Länder), Mitglied des Aufsichtsrats der CASE Ukraine, Senior Consultant der Kyiv School of Economics (KSE). Er hat an der Kiewer Nationalen Schewtchenko-Universität und Harvard Universität studiert. In den letzten Jahren hat sich Dybrovskiy mit den Problemanalysen der Privatisierung, Korruption, Wirtschaftsreformen und möglichen Hindernissen auf dem Weg zur richtigen institutionellen Harmonisierung mit der EU befasst. Er hat mit der Weltbank, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen(UNDP), dem Globalen Entwicklungsnetzwerk (GDN), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zusammengearbeitet. Im Rahmen des internationalen Programms für technische Hilfe hat er die Regierungen der Ukraine und Aserbaidschan beraten, welche institutionelle Veränderungen wünschenswert für die Verbesserung des Investitionsklimas sind.

Dmytro Gnap

ist ukrainischer Journalist und einer der Gründer von Hromadske.TV („Bürger-TV“), Reporter und Koordinator des Untersuchungsprogramms "Slidstvo.Info („Ermittlungs-Info“)". Gnap ist Absolvent der Nationalen Kiewer Shevchenko Universität. Seit 1996 arbeitet er im ukrainischen Fernsehen. Im Nachrichtenjournalismus arbeitete er auf allen Positionen vom Reporter bis zum Moderator und Chefredakteur des Nachrichtendienstes. Er hat beim STB, beim Erstem Nationalen und TVi gearbeitet. Die letzten fünf Jahre spezialisiert er sich auf dem investigativen Journalismus. Gnap ist Autor von zahlreichen hochkarätigen Untersuchungen für die Internet-Zeitschrift "Ukrainska Pravda („Ukrainische Wahrheit)" und des Programms "Znak Oklyku („ Ausrufezeichen“) im Kanal TVi.

Ildar Gazizullin

ist Wirtschaftsexperte am Ukrainischen Institut für öffentliche Politik. 2003 erhielt er den Master of Economics vom Konsortium für Wirtschaftsforschung und Bildung an der Nationalen Universität "Kyiv-Mohyla Akademie". Er hat Erfahrung mit nicht-staatlichen Forschungseinrichtungen sowie mit dem staatlichen und privaten Sektor. Er nahm an Projekten zur Bewertung und Anschaffung in der Infrastrukturpolitik (Energie, Umwelt), an Projekten für makroökonomische Politik, regionale Wirtschaftsentwicklung und zu den EU-Ukraine-Beziehungen teil. Seit 2013 ist als Direktor des Programms "Wirtschaftspolitik und Business" des Ukrainischen Institutes für Public Policy tätig. Ildar Gazizullin ist Co-Autor von verschiedenen Publikationen, u.a. über die Mitgliedschaft der Ukraine in der Energiegemeinschaft und über die Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU. Derzeit forscht er über die Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung von ukrainischen Regionen und über die Implementierung des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU.

Ricardo Guicci

ist Geschäftsführer von Berlin Economics. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin war er als Dozent an der Frankfurt School of Finance und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam tätig, an der er seinen Doktortitel erwarb. Der Schwerpunkt seiner Beratungs- und Forschungstätigkeit liegt auf der Geld- und Fiskalpolitik sowie anderen Themen des Finanzsektors. Dr. Giucci ist als hochrangiger wirtschaftspolitischer Berater in verschiedenen Ländern, u.a. in Belarus, Deutschland, Moldau, der Ukraine und der Russischen Föderation tätig. Derzeit leitet er die deutsche Beratergruppe der ukrainischen Regierung und ist Mitglied beim German Economic Team Belarus (GET Belarus) und beim German Economic Team Moldau (GET Moldau). Außerdem berät er regelmäßig private Firmen in der Realwirtschaft und im Finanzsektor.

Christian von Haldenwang

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Von Haldenwang studierte Politikwissenschaften und Philosophie und promovierte in Politikwissenschaften mit einer Dissertation über die Dezentralisierung in Argentinien und Kolumbien an der Universität in Tübingen. Seit 1998 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) tätig. Zwischen 2003 und 2007 arbeitete er als GTZ-Programm-Koordinator bei der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) in Santiago de Chile. Derzeit leitet von Haldenwang Forschungsprojekte zum Thema "Mobilisierung inländischer Einnahmen" und "Devolution der Grundsteuer in Indonesien" und ist ein DIE-Regionalkoordinator für Lateinamerika.

Rebecca Harms

ist Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament. Der Kampf gegen die Atomenergie hat das Leben von Rebecca Harms geprägt: 1977 war die gelernte Gärtnerin dabei, als die Bürgerinitiative gegen das atomare Entsorgungszentrum Gorleben gegründet wurde. Viele Jahre war sie im Vorstand dieser Initiative. 1984 wurde sie im Europäischen Parlament Assistentin ihrer Freundin aus dem Wendland, Undine von Blottnitz. Mit Undine entdeckte sie Europa und die Grünen. 1994 forderten die Grünen sie auf, für den niedersächsischen Landtag zu kandidieren, 1998 wurde sie dort zur Fraktionsvorsitzenden gewählt. Seit 1998 ist sie außerdem Mitglied des Bundesparteirats von Bündnis 90/Die Grünen. 2004 wurde sie ins Europäische Parlament gewählt. Seit 2009 ist Rebecca Harms Vorsitzende der Fraktion die Grünen/EFA im Europäischen Parlament und damit Mitglied der Konferenz der Präsidenten. Als Fraktionsvorsitzende beschäftigt sie sich thematisch mit allen wichtigen aktuellen Fragen zur Europapolitik, derzeit speziell mit der Eurokrise. Außerdem arbeitet sie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit und im Ausschuss für Fischerei. Die Themen, mit denen sie sich dort vor allem beschäftigt, sind Energiepolitik, Forschungsforschung, Atompolitik, Klimaschutz, Umwelt- und Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Fischereipolitik. Zudem ist sie Mitglied der Delegation im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Ukraine.

Wilfried Jilge

ist Osteuropahistoriker und Lehrbeauftragter an den Universitäten Leipzig und Basel. Er studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Volkswirtschaft in Mainz. Seit September 2001 ist Wilfried Jilge als wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas“ (GWZO) an der Universität Leipzig tätig. Dort betreut er im Rahmen des GWZO-Projekts „Visuelle und historische Kulturen Ostmitteleuropas im Prozess staatlicher und gesellschaftlicher Modernisierung seit 1918“ (Leiter: Prof. Dr. Stefan Troebst), ein Vorhaben zur Staatssymbolik, Nationsbildung und Erinnerungskultur in der Ukraine im 20. Jahrhundert. Wilfried Jilge hat mehrere Jahre in der Ukraine gelebt und geforscht. Er ist seit 2005 Mitglied des Steuerungskomitees der deutsch-ukrainischen Initiative „Kiewer Gespräche“ und war von 2006 bis 2009 Jury-Mitglied der deutsch-ukrainisch-polnischen-belarussischen Programminitiative „Partnerschaft für gesellschaftliche Initiativen: Deutschland – Polen – Ukraine/Belarus’“, die von der Robert Bosch-Stiftung, der Stefan Bathory-Stiftung und der Pauci-Stiftung getragen wird

Daria Kaleniuk

ist Exekutivdirektorin des Anti-Corruption Action Center in Kiew. Kaleniuk spezialisiert sich auf internationale Rechtsmechanismen für Korruptionsbekämpfung, insbesondere auf die Rückkehr gestohlener Vermögenswerte und Initiativen zur Bekämpfung der Geldwäscherei. Kaleniuk erhielt ihren Master in Financial Services Law am Chicago-Kent College of Law. Sie war eine Fulbright-Programm-Studentin von 2010 bis 2011. Während des Studiums in Charkow arbeitete sie für die  Jugendorganisation FRI, wo sie internationale Projekte koordinierte. 2010 brachte Kaleniuk Westeuropäern die Ukraine näher: Im Rahmen des Projektes "EUROBUS" bereisten Freiwillige aus sieben Ländern elf ukrainische Städte und Dörfer.

Oleksij Khmara

ist Exekutivdirektor von Transparency International Ukraine, einer der renommiertesten Experten in der Ukraine für die  Analyse der staatlichen  Anti-Korruptionspolitik,  Einführung von Standards für gute Regierungsführung und Entwicklung der Zivilgesellschaft. Er initiierte die Gründung der erfolgreichsten nationalen Koalitionen im Kampf gegen Korruption, für Open Government und Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen. Herr Khmara hat über zwölf Jahre Erfahrung im zivilgesellschaftlichen Bereich und leitet die  ukrainische Vertretung von Transparency International, das weltberühmte gesellschaftliche Netzwerk für Korruptionsbekämpfung. Derzeit koordiniert Khmara die Arbeit der Expertengruppe für Anti-Korruption, die im Rahmen der Bürgerinitiative "Reanimation Package of Reforms" eine neue Anti-Korruption-Gesetzgebung in der Ukraine erarbeit. Herr Khmara ist Mitglied des Koordinierungsrates für die Umsetzung der Initiative "Open Government Partnership" beim ukrainischen Ministerkabinett. Von 2010 bis 2012 war Khmara ein Mitglied des Nationalen Anti-Korruption-Ausschusses beim Präsidenten der Ukraine, von 2009 bis 2010 Mitglied des Gesellschaftlichen Rates beim Regierungsbeauftragten für Anti-Korruptionspolitik. Herr Khmara hat über 100 Artikel und Kommentare über gute Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung verfasst und kann zehn Jahre Erfahrung als Berater auf nationalem und internationalem Niveau vorweisen.

Alexander Knuth

ist Experte für mittelständische Unternehmen und Geschäftsstrategien für Startups und Mitglied der Deutschen Beratergruppe Ukraine. Dr. Alexander Knuth ist Mitautor eines Policy Papers der Friedrich-Naumann-Stiftung zu KMU in der Ukraine und Geschäftsführer der Unternehmensberatung WEQANDO. Zusätzlich ist er seit 2010 als Experte für Fragen der Mittelstandspolitik und Wirtschaftsförderung Mitglied des German Economic Team Belarus und des German Economic Team Moldau. Durch Forschungskooperationen, zum Beispiel mit der Universität Potsdam, ist er mit der Scientific Community verbunden und kann so den Transfer des State-of-the-Art in der Beratungspraxis sicherstellen.

Valeriy Kokot

ist Berater des Präsidenten der Ukrainischen Handelskammer für Südosteuropa. Seine aktuelle Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung eines KMU-Exportförderprojekts auf den Balkan, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis der ukrainischen Waren durchaus konkurrenzfähig ist. Herr Kokot hat über 20 Jahre Management-Erfahrung mit lokalen Regierungen, öffentlichen Verwaltungen, internationalen Projekten, NGOs und diplomatischen Missionen. Während seiner fünfjährigen diplomatischen Mission in Mazedonien initiierte Kokot die Gründung des ukrainischen Distribution Center in Skopje, organisierte einen ukrainischen Wirtschaftsclub und unterstützte mehrere ukrainische KMU-Exportprojekte. Er war Direktor eines Trainingsprogramms für Land Private Partnership (das von USAID gesponsert wurde), Berater für ein großes USAID-Projekt für lokale Wirtschaftsentwicklung, erster stellvertretender Bürgermeister der Stadt Tschernigow, Mitglied des Regionalrates Tschernigow, Direktor der Stiftung für Stadtentwicklung in Slavutych und Investment-Manager in Projekten der Sonderwirtschaftszone "Slavutych".

Miriam Kosmehl

ist Projekt- und Büroleiterin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kiew, Volljuristin mit Zweitem Staatsexamen des Landgerichts Düsseldorf und Erstem Staatsexamen der Universität Freiburg im Breisgau. Sie hat zudem einen Mastergrad in Rechtswissenschaften (LL.M.) für Völkerrecht und Internationales Wirtschaftsrecht der Universität Utrecht in den Niederlanden.Kosmehl arbeitete als Projektleiterin und Gutachterin für die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) auf dem Gebiet Rechts- und Justizreform. Berufserfahrung in Transformationsländern erwarb sie sich außerdem als Direktionsassistentin bei der Deutschen Bank Moskau und als Referentin für Rechtsstaatlichkeit im Warschauer Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE

Oksana Kuziakiv

ist leitende Direktorin, Institut für Wirtschaftsforschung und Politikberatung, Projektmanagerin von „Geschäftsmeinung“. Sie spezialisierte sich auf die Erforschung der Geschäftstätigkeit,  Geschäftsentwicklung und das Geschäftsklima in der Ukraine. Kuziakiv arbeitete für eine Reihe von nicht-staatlichen Institutionen und Projekten für technische Hilfe, u.a für eine internationale Gruppe von Wirtschaftsberatern der Soros-Stiftung, für das International Centre for Policy Studies, für das Konsortium für Wirtschaftsforschung und Bildung. Sie studierte an der Kiewer Nationalen Schewtschenko Universität (MA in Soziologie, mit Auszeichnung). Sie hat ihr PhD-Studium in der Fachrichtung "Sozialstruktur, soziale Institutionen, soziale Beziehungen" am Institut für Soziologie der Nationalen Akademie der Wissenschaft der Ukraine absolviert.

Anatoliy Maksyuta

ist amtierender Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel der Ukraine. 1984 war er Absolvent des Instituts für Finanzen und Wirtschaft in Ternopil mit dem Schwerpunkt "Finanzen und Kredit“. Im Jahre 1994 schloss er zusätzlich am Institut für öffentliche Verwaltung und Selbstverwaltung beim Ministerkabinett der Ukraine mit dem Schwerpunkt "Öffentliche Verwaltung" ab. Er arbeitete als erster stellvertretender Finanzministers der Ukraine, als Berater des Präsidenten der Ukraine, als Leiter der Haushaltsabteilung des Ministeriums für Finanzen und als Leiter der Abteilung für Haushalt im Finanzministerium.

Stefanie Schiffer

(*1965) ist seit 2006 Geschäftsführerin des „Europäischen Austausch gGmbH“ in Berlin. Sie ist Vorstandsmitglied im Verein „Menschenrechte in Belarus e.V.“ und Mitglied der Heinrich-Böll Stiftung. Schiffer war von 1992 bis 1995 Direktorin des „Deutsch Russischen Austausch e.V.“ (DRA) in St. Petersburg und von 1997 bis 2006 Geschäftsführerin des „Deutsch Russischen Austausch e.V.“ in Berlin. Schiffer studierte Slawistik und Geschichte in Tübingen und München.