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#RegioUkraine. Sakarpattja, Uschhorod: Mosaik-Stadt im Herzen Europas

Grafik: Olga Shchelushchenko

Unsere Serie #RegioUkraine porträtiert die Regionen der Ukraine. Die AutorInnen geben Einblicke in die prägenden Entwicklungen ihrer Heimat. Wir konzentrieren uns auf die acht Regionen, in denen die Kyjiwer Gespräche in den letzten Jahren aktiv sind. Im dritten Teil geht es um Uschhorod und die Oblast Sakarpattja.

 
RegioUkraine erscheint in Kooperation mit "Ukraine verstehen“. 
 

Die Region Sakarpattja/Transkarpatien ist ein Knotenpunkt im Herzen Europas und gehörte allein im Verlauf des 20. Jahrhundert mehreren Staaten in Folge an. Trotz günstiger Bedingungen wie einer reichen Geschichte, einer interessanten Architektur und malerischen Landschaften leidet die Region unter dem Wegzug der jungen Generation ins Ausland und einer hohen Arbeitslosigkeit.  

 
Von Dmytro Tuzhanskyi, Uschhorod
 

Bäte man Menschen aus Uschhorod, ihre Heimatstadt in knappen Worten zu beschreiben, würden sich ihre Beschreibungen nicht nur nie wiederholen, sondern aneinandergereiht den Umfang dieses Artikel bei weitem sprengen. Vielleicht ließe sich damit sogar ein Roman schreiben.

Für manche ist Uschhorod eine alte Stadt mit einer mittelalterlichen Zitadelle, gegründet am Fluss Usch im 9. Jahrhundert, heute das Zentrum der Oblast Sakarpattja, der westlichsten Region der Ukraine. 

Für andere ist das Uschhorod von heute zuallererst die Stadt mit der japanischen Kirschblüte Sakura oder die ukrainische Kaffeehauptstadt.

Wie die Japanische Zierkirsche nach Uschhorod kam, weiß keiner mit Sicherheit zu sagen. Folgt man der Legende, so wollten die Japaner dem habsburgischen Kaiser Franz Joseph I. einen Kirschbaum zum Geschenk machen, und ihre Reiseroute führte sie durch Sakarpattja.

Heute wachsen die exotischen Bäume in Uschhorod alleenweise. In den letzten Jahren ist es sogar in Mode gekommen, im Frühling zur Kirschblüte nach Uschhorod zu reisen und ein Selfie mit der Sakura zu machen.

Was den Kaffee angeht, so wächst der hier natürlich nicht, aber man versteht sich ausgezeichnet darauf, ihn zu rösten und zuzubereiten und liebt ihn heiß und innig als Getränk. Ein echter transkarpatischer Kaffee ist unbedingt stark und tiefschwarz.

Sakura im Frühling. Foto: Serhyi Hudak

Wer gern Süßes isst, verbindet Uschhorod zuallererst mit der gleichnamigen Torte aus der Konditorei Valentin Schtefanjo, die mit dem Scherenschnitt der griechisch-katholischen Uschhoroder Kathedrale verziert ist.

Diese Kathedrale ist nicht nur eines der markantesten Gebäude in Uschhorod und das Wahrzeichen der Stadt, sie ist auch Sitz der Griechisch-Katholischen Diözese von Mukatschewo, die direkt dem Vatikan und dem Papst untersteht. Man frage lieber nicht, warum die Diözese von Mukatschewo in Uschhorod, anstatt in Mukatschewo selbst residiert, der 40 Kilometer entfernten, zweitgrößten Stadt von Sakarpattja. In wenigen Worten lässt sich das nicht erklären, aber dieses Paradox mag ein weiterer Anlass sein, sich mit Sakarpattja eingehender auseinanderzusetzen.

Gleich außerhalb von Uschhorod liegt ein weiteres Gebäude, mit dem die Stadt häufig assoziiert wird: die Newyzky-Burg. Sie ragt höher auf als die Uschhoroder Zitadelle und wird nun restauriert. In der gesamten Ukraine ist sie vor allem deswegen berühmt, weil ihre Mauern die Etiketten der berühmtesten Cognacmarken des Landes zieren, des Sakarpatsky und des Uschhorodsky, die beide seit einem halben Jahrhundert in Uschhorod gebrannt werden.

Konditor Valentin Schtefanjo. Foto: Karl Smutko

Architektur als Seele des multikulturellen Uschhorod

In der Zeit, in der Uschhorod zur Tschechoslowakei gehörte, wurde das Viertel Galagov am Rande eines ehemaligen, eigens dafür trockengelegten Sumpfgebiets als administratives Zentrum der Stadt und der gesamten Region durchgängig im Stil des tschechoslowakischen Modernismus projektiert und erbaut. In Galagov stehen zudem die schönsten Kirschbaumalleen der Stadt.

Die architektonische Einzigartigkeit nicht nur von Galagov, sondern der gesamten Stadt Uschhorod hat gerade auch vor dem Hintergrund ihres beständig drohenden Verfalls die lokalen Wissenschaftler Lina Dehtjarewa und Oleh Olaschin zu ihrem Projekt „Uschhoroder Modernismus” angeregt. Laut Lina Dehtjerewa sind in der Architektur von Uschhorod beinah alle historischen Schichten und Stile vorhanden:

„Am Umfassendsten sind  bei uns die Strömungen des 19. und 20. Jahrhunderts vertreten. Dahingegen gibt es nur drei barocke Gebäude, obwohl benachbarte Großstädte wie Lwiw und das slowakische Košice sehr barock geprägt sind. Die Renaissance ist in der Zitadelle vertreten. Mit der Burg der Zitadelle und der Rotunde von Gorjani beginnt auch die Uschhoroder Architektur.  Die Rotunde von Gorjani ist eines der ältesten Sakralbauwerke des Landes, wobei die Diskussionen über ihre genaue Datierung noch anhalten. Man glaubt nun, sie sei noch älter als bisher angenommen, nämlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Sollte sich bewahrheiten, dass die Fresken darin tatsächlich aus der Florentiner Malerschule Giottos stammen, würde sie automatisch zu einem Kunstwerk von Weltrang.

Betrachten wir das 20. Jahrhundert, so finden wir hier viele Zeugnisse des ungarischen Jugendstils, Überbleibsel aus den letzten Jahren des österreichisch-ungarischen Imperiums, darunter auch das vielleicht bekannteste architektonische Erbe der jüdischen Gemeinde in der Stadt, die orthodoxe Synagoge im neo-maurischen Stil, die heute ein Konzerthaus ist. Hinzu kommen der bereits erwähnte tschechoslowakische Modernismus von Galagov und interessante Beispiele des sowjetischen Modernismus und des Postmodernismus.”

Die Uschhoroder Architektur ist auch deswegen so interessant, weil sie das Wesen der Stadt bloßlegt, einer Stadt, die von alters her ein Mosaik im Herzen Europas war, geprägt von einer tief verwurzelten Multikulturalität und einer Einheit in einer schier unfassbaren Vielfalt. 

Das, was in der Europäische Union heutzutage geschätzt wird, hat sich in Uschhorod planlos von selbst entwickelt, oft zufällig und umständehalber.  Doch aufgrund seiner harmonischen Vielfalt verdient nicht nur Uschhorod sondern ganz Sakarpattja bis in seine letzten Winkel hinein alle Aufmerksamkeit, haben doch Ukrainer, Ungarn, Rumänen, Slowaken, Tschechen, Juden, Deutschschwaben und Russen hier genauso wie Armenier, Roma, Wallachen und andere Volksgruppen immer friedlich zusammen gelebt und gearbeitet. Für sie alle ist Sakarpattja Heimat.

Lina Dehtjarewa. Foto: Karl Smutko

Käse, Wein, Thermalwasser und Sanatorien

Neben der Multikulturalität einen und prägen die Region vor allen der Weinbau und das Winzerhandwerk, und dies schon seit grauer Vorzeit. Obwohl sich im Stadtwappen von Uschhorod eine Weinrebe rankt und man dort mit dem Festival „Transkarpaten-Beaujolais” jedes Jahr die Ankunft des neuen Weins feiert, liegen die hauptsächlichen Weinanbaugebiete etwas außerhalb von Uschhorod. Das Dorf Seredne mit seinen alten Weinkellern wäre zu nennen, weiterhin die Bezirke Berehowe und Mukatschewo. Und wenn Sakarpattja Wein macht, darf der Käse dazu nicht fehlen. Fast überall in der Region wird Käse in Handarbeit produziert, wobei die berühmtesten Sorten der nach Schweizer Machart hergestellte Selisky aus Khust ist, und natürlich der huzulische Bryndsja-Käse aus der Rachiwer Gegend. Eine bestimmte Variante der huzulischen Schafsmilch-Bryndsja wurde zum ersten ukrainischen Produkt mit einer „geschützten geografischen Angabe” gemäß den Vorgaben der  EU, und reiht sich so ein neben Mozzarella, Parmesan, Champagner, Cognac und Co. 

Wein und Käse sind in Sakarpattja aber nicht nur traditionelles Handwerk und gutes Geschäft, sondern stehen auch im Zeichen der Bewahrung von Authentizität und der Verbindung zwischen den Generationen. Nicht zuletzt sind sie auch eine Attraktion für Touristen. Gleiches gilt für das Thermalwasser.

Doch damit ist es wie mit dem Wein auch: Obwohl Geologen sagen, Uschhorod „stehe” auf Thermalwasserquellen, liegen die berühmtesten Thermalbäder außerhalb der Stadt, vor allem in Berehowe und Umgebung.

Neben den Thermal- gibt es auch Mineralquellen, und ihnen sowie den vielen Sanatorien und Kurkliniken, die sich in ihrem Umkreis angesiedelt haben, verdankt die westlichste Region der Ukraine seit jeher den Ruf als landesweit bedeutendstes gesundheitstouristisches Ziel. Ebenfalls in Sakarpattja liegt das höchstgelegene Skigebiet der ukrainischen Karpaten, Dragobrat, wo der Schnee bist fast in den Sommer hinein nicht schmilzt.

Käse aus der Region. Foto: Karl Smutko

Leben an Grenzen

Viele der Besonderheiten von Sakarpattja sind der geografischen Lage der Region an einem Knotenpunkt in der Mitte Europas geschuldet, welche ihr im 20. Jahrhundert allein die Zugehörigkeit zu einer ganzen Reihe von Staaten eingebracht hat. Unter Einheimischen gibt es einen Witz, der zwar bereits einen ziemlichen Bart hat, die Situation aber doch treffend auf den Punkt bringt:

Ein alter Mann aus Sakarpattja wurde einmal gefragt, in wie vielen Ländern er in seinem Leben schon gewesen sei. Er begann aufzuzählen: „In Österreich-Ungarn, der Tschechoslowakei, der Karpatenukraine, dem Königreich Ungarn, der Sowjetunion, der Ukraine…”

„Da sind Sie aber viel gereist?” fragte sein Gesprächspartner, ganz fasziniert von dieser langen Liste. „Keineswegs,” antwortete ihm der Alte ruhig, „ich bin mein ganzes Leben aus Uschhorod nicht herausgekommen.”

Im transkarpatischen Dorf Dilowe steht übrigens eine Landmarke, die den geografischen Mittelpunkt Europas bezeichnen will. Allerdings gibt es ähnliche Denkmäler in mindestens sieben weiteren nahegelegenen Ländern, die man von Sakarpattja allesamt leicht erreicht, teilt die Region doch mit vier Ländern eine direkte Grenze: mit der Slowakei, Ungarn, Polen und Rumänien.

Uschhorod liegt im Wortsinne direkt auf einer dieser Grenzen: eine der städtischen Straßen, die Sobranezka, führt direkt an den Grenzübergang zur Slowakei. Die meisten der am Flughafen von Uschhorod startenden und landenden Flugzeuge durchqueren dazu slowakischen Luftraum.  Allerdings kommt dies aufgrund der Probleme im Flugverkehr im Moment kaum vor. Linienflüge sind derzeit ausgesetzt, und es ist ungewiss, wann und ob überhaupt sie wieder aufgenommen werden.

Isoliert im Zentrum Europas

Wenn keine Flugzeuge fliegen, dann muss man eben Zug, Bus oder Auto nehmen. Doch auch auf diesem Wege ist Uschhorod nur schwer erreichbar.

Die Züge aus Kyjiw brauchen bis nach Sakarpattja über 10 Stunden, und in den touristischen Hochzeiten sind die Kapazitäten katastrophal gering. In den vergangenen Jahren wurden Intercity-Verbindungen aus Mukatschewo ins ungarische Budapest und nach Košice in der Slowakei eingerichtet, aber die Coronaviruspandemie hat dem nun vorerst ein Ende gesetzt. Aus Lwiw, Iwano-Frankiwsk und Tscherniwzi, den Hauptstädten der drei umliegenden ukrainischen Oblaste, kommt man nur aus Lwiw auf direktem Wege nach Uschhorod.

Hinsichtlich des Verkehrs auf der Straße hat sich die Qualität der Straßen kürzlich etwas gebessert, insbesondere, was die Verbindungen in andere Regionen angeht. Doch viele touristische Ziele in Sakarpattja bleiben weiterhin nur schwer erreichbar.

Am heikelsten ist die Situation an den Grenzübergängen: Obwohl in der Ukraine 2017 die heißbegehrte Visafreiheit im Reiseverkehr mit der EU in Kraft trat, wurde bisher für die Erweiterung der Kapazitäten und die Verbesserung der Qualität der Grenzabfertigungsinfrastruktur kaum etwas getan. Zumindest nicht genug, um auf die deutlich gestiegene Reisefreude der Ukrainer Richtung EU angemessen zu reagieren. 

Paradoxerweise vermittelt Sakarpattja, obgleich es alle Voraussetzungen mitbringt, ein logistischer Knotenpunkt und das Tor der Ukraine nach Westen zu sein, eher das Bild einer isolierten Region - im Herzen Europas, aber abgeschottet nach allen Seiten. 

Flughafen Uschhorod. Foto: Karl Smutko

Die Probleme der Region

Die infrastrukturellen Probleme sind dabei noch nicht einmal das schmerzlichste Thema, das im Zusammenhang mit Sakarpattja in den letzten Jahren immer wieder durch die Medien ging. Schmuggel, Schießereien von Kriminellen  und brennende Autos dominieren neben dem Thema Separatismus die Schlagzeilen.

Beinah täglich gibt es Nachrichten über den transkarpatischen Schmuggel. 2012, also vor noch gar nicht  allzu langer Zeit, wurde bei Uschhorod ein Schmugglertunnel in die Slowakei entdeckt, darin ein Gleis und ein Waggon, mit dem alles und jeder in beide Richtungen geschmuggelt werden konnte.

Andererseits weiß fast niemand, auch die Einheimischen nicht: dass in Sakarpattja ein Drittel der weltweiten Produktion von Abfahrtsski angesiedelt ist. Außerdem werden hier Autoteile für die Weltmarken VW und Audi hergestellt, Skoda lässt dort Autos fertigen, Nespresso Kaffeemaschinen, Ikea Möbel und Zara und Hugo Boss Kleidung.  2018 wurde in Uschhorod auch der erste Zero-Waste-Laden in der Ukraine eröffnet, in dem man komplett ohne Plastik und Polyethylen auskommt. Die Umweltaktivistin Tetjana Schowkiwska-Lemak hat ihn gegründet. Ihr Name fand landesweit viel mediale Aufmerksamkeit, doch leider folgten vor Ort nur wenige ihrem Beispiel.

Sakarpattja hat leider, wie viele andere Landesteile auch, ein gravierendes Müllproblem. Kaum jemand sortiert Müll, kümmert sich um eine Wiederverwertung oder räumt auch nur hinter sich auf. Die übervollen Mülldeponien und die vielen illegalen Müllkippen im Grünen um die transkarpatischen Städte und Dörfer herum bezeugen es. Unter den Einheimischen kursiert sogar der Spruch, irgendwann würden wohl sogar die Karpaten hinter Müllbergen verschwinden. Eine schwere Übertreibung, dennoch bezeichnend für den Kern des Problems, das Sakarpattja als ökologisch wertvolle und saubere Region mit unberührter Natur ernsthaft diskreditiert.

Separatismus ist in der Ukraine ein komplexes und sensibles Thema, insbesondere seit der Annexion der Krim durch Russland 2014 und dem Beginn des Krieges im Donbas. Erstaunlicherweise stand Sakarpattja schon lange vor diesen Ereignissen unter Beschuss durch die russische Propaganda, die mit dem Ziel einer Destabilisierung in der westlichsten Region der Ukraine aktiv für eine mögliche Abspaltung „Werbung” machte: Bis 2014 wurde hauptsächlich das Thema „Rusynismus” gefahren, in den letzten Jahren liegt der Schwerpunkt auf der ungarischen Minderheit und ihren Rechten. Leider fielen diese Aktionen mit der tiefen Krise in den ukrainisch-ungarischen Beziehungen nach 2014 zusammen.

Aktuelle Umfragen angesehener Meinungsforschungsinstitute, darunter das Kiev International Institute of Sociology KIIS und die Democratic Initiatives Foundation, konnten allerdings belegen, dass die Anzahl der Anhänger separatistischer Ideen in Sakarpattja statistisch vernachlässigbar gering ist. 

Die Karpaten. Foto: Serhyi Hudak

Sehr viel realer ist das Problem Migration, an erster Stelle die Abwanderung der jungen und der gut ausgebildeten Menschen. In den letzten Jahren hat sich dies zu einer echten Bedrohung entwickelt. Im Horizont dieser Herausforderung steht auch die Arbeit der Kyjiwer Gespräche in Sakarpattja in den vergangenen zwei Jahren: In Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort wurden Bildungsprogramme für junge Menschen aufgelegt, Kleinprojekte über einen Wettbewerb gefördert und jugendpolitisches Engagement vielerorts durch die Schaffung von Jugendräten und Jugendzentren wiederbelebt.

Ein weiteres interessantes Projekt, das eine Antwort auf die umrissenen Problemlagen in Sakarpattja geben will, heißt Re:Open Zakarpattia. Es ist in diesem Jahr mit Unterstützung durch USAID in der Region gestartet. Der Projekttitel spricht für sich. Ziel ist es, auf verschiedenen Ebenen einen Dialog über Sakarpattja ins Leben zu rufen, um diese einzigartige Region wieder für die Ukraine und die Welt zu erschließen, negative Vorurteile zu zerstreuen und Potentiale und Chancen herauszustellen. Im Rahmen des Projekts recherchieren und publizieren einheimische Journalisten und Experten über die Region und ihre Spezifika, veranstalten öffentliche Diskussionsrunden zu wichtigen Themen wie Investitionen, Tourismus, Entwicklung, Dezentralisierung, Jugendbeteiligung und Talententwicklung und veranstalten jährlich ein Entwicklungsforum zu Sakarpattja.

Vielleicht braucht Sakarpattja heute mehr denn je Anstrengungen, Ideen, Entscheidungen und Dialog. Immerhin hängt davon seine Zukunft ab: Bleibt es eine unterschätzte Region voller überzogener Erwartungen, die ihre besten Köpfe verliert und trotz ihrer zentralen Lage in Europa vom Rest der Welt abgehängt wird? Oder bekommt Sakarpattja die Chance, sein Potenzial zu entfalten und zu einer Region des multikulturellen Dialogs zu werden, die über ihre Brückenfunktion in die EU- und NATO-Staaten dazu beiträgt, ein neues, erfolgreiches  Kapitel in der Geschichte der Ukraine aufzuschlagen?

Aus dem Ukrainischen von Beatrix Kersten.

Den ersten Teil der Serie #RegioUkraine aus Mykolajiw lesen Sie hier.

Den zweiten Teil der Serie #RegioUkraine aus Slowjansk lesen Sie hier

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