Analysen zum Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur, Vol. XVII
15.06.2026
Jährlich rufen die Kyjiwer Gespräche unter zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen einen Wettbewerb um Kleinprojekte-Förderungen aus. Diesmal konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Fortbildungen bewerben. Es erreichten uns 35 Projektanträge aus 36 Gemeinden, aus denen eine unabhängige Wettbewerbskommission nun 15 GewinnerInnenprojekte ausgewählt hat.
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Im Zuge der Coronavirus-Pandemie ist die Mobilität der Menschen zum Erliegen gekommen, was die Tourismusbranche vor eine schwere Prüfung stellt. Odessa, im Sommer das Hauptziel vieler ukrainischer Urlauber, sah sich mit einem möglichen Ausfall der diesjährigen Saison konfrontiert.
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Fragt man einen x-beliebigen Einwohner von Lwiw nach seinen Assoziationen mit der Quarantäne, so ist unweigerlich die Rede davon, wie sich die sonst so belebten Straßen der Innenstadt plötzlich leerten, wie die meisten selbst in der gläubigsten Region der Ukraine nicht mehr zur Kirche gingen und wie – wenngleich nur vorübergehend – die Verkehrsstaus aus dem Stadtbild verschwanden.
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Allmählich werden in der EU wieder die Grenzen geöffnet. Doch wie sieht es für die Ukraine mit der Reisefreiheit aus? Im März mussten viele ukrainische ArbeitsmigrantInnen in ihr Land zurückkehren, wo sie nun von der Arbeitslosigkeit bedroht sind. Aufgrund des dringenden Bedarfs an SaisonarbeiterInnen, bemühen sich einige EU-Länder derzeit auf Regierungsebene um besondere Einreisemöglichkeiten für Arbeitskräfte aus der Ukraine – ein vor der Pandemie unvorstellbarer Vorgang. Auch die nächsten Schritte im EU-Ukraine Assoziierungsprozess werden von COVID-19 beeinflusst, wie unsere ExpertInnen aus Kyjiw erläutern.
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Die Anzahl der Infizierten liegt in Mariupol und im nicht besetzten Teil der Region Donezk am unteren Ende der gesamtukrainischen Statistik. Das größte Problem ist und bleibt der Krieg. Seit Beginn der Quarantänemaßnahmen hat die Intensität der Kriegshandlungen nicht abgenommen. Die Schließung der Checkpoints hat die Lage der Menschen auf beiden Seiten der Front noch weiter verkompliziert. An den im Normandie-Format diskutierten Waffenstillstand glaubt hier fast niemand mehr.
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Aus den „Kiewer Gesprächen“ werden nun die „Kyjiwer Gespräche“. Es sind nur drei Buchstaben, aber diese bedeuten den Ukrainerinnen und Ukrainern viel. Wir werden ab jetzt die Transliteration aus dem Ukrainischen, anstelle der aus dem Russischen, nutzen - als ein Zeichen von Respekt und Anerkennung für den souveränen ukrainischen Staat und die ukrainische Sprache.
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